GRINTEC auf AR-Wegen!

image032Alle GIS-Daten sind erfasst und gespeichert, werden regelmäßig nachgeführt – alles bestens. Oder gibt es doch noch Verbesserungspotenzial? Das wollte GRINTEC in  einer Umfrage unter Versorgungsunternehmen zum Einmessen neuer Leitungen herausfinden.

image027Bei 43 % der Befragten steht eine schnellere Datenaktualisierung ganz oben auf der Wunschliste.

Bei vielen Unternehmen werden sehr häufig Betriebsmittel eingemessen, aber es dauert lange bis die Daten im GIS landen. Bei fast keinem Unternehmen sind die Daten sofort nach Bau oder Inbetriebnahme im GIS verfügbar, bei mehr als der Hälfte dauert es einen Monat und länger bis die Daten aktualisiert sind.

Diese Verzögerung behindert andere Prozesse, von der Auskunft bis zur Störungsbearbeitung und scheint verschiedenste Ursachen zu haben: „Zum richtigen Zeitpunkt ist der Vermesser oder die Ausrüstung nicht verfügbar“; Unsere GPS-Lösung funktioniert nicht überall“; „Online-Nachführung wegen fehlender Netzabdeckung nicht möglich“; „Wir wollen keine ungeprüften Daten in unser System übernehmen“.

image029Dagegen kann Augmented Reality (AR) helfen: Durch die Überblendung des Kamerabildes mit der Grafik des neu erfassten Betriebsmittels kann eine visuelle Überprüfung und etwaige Korrektur schon vor Ort erfolgen. Möglich ist das mit der App „Augview“, einem Produkt der gleichnamigen GRINTEC-Partnerfirma (www.augview.net) Augview bietet neben der AR-Komponente zur Überlagerung nicht-sichtbarer Informationen mit der Wirklichkeit auch ein umfassendes mobiles Feld-GIS zur Erfassung und Darstellung von Leitungsdaten. Der Anwender kann jederzeit zwischen den verschiedenen Modi umschalten, um die Darstellung der jeweiligen Aufgabe anzupassen.

image032Derzeit entwickelt GRINTEC für das Forschungsprojekt  PARADISE eine Erweiterung der Augview-App für  das  3D-Einmessen von Einbauten: Vom  Rand der Künette zeigt der Anwender mit seinem Tablet auf das neu verlegte Kabel oder Rohr und erfasst durch einfaches Antippen  dessen Position. Durchgehende AR-Unterstützung soll die App auch für Laien einfach verwendbar machen.

PARADISE steht für Precise And Robust Navigation enabling Applications in DIsturbed Signal Environments. Ziel ist die Entwicklung eines GNSS-Empfängers, der auch bei schlechtem Signalempfang genaue Positionsmessungen liefert. Verschiedenen Anwendungen wie die AR-Applikation von GRINTEC sollen die Praxistauglichkeit des PARADISE Empfängers zeigen. PARADISE wird von der Europäischen GNSS Agentur im Rahmen von Horizon2020 gefördert  Koordinator ist die IFEN GmbH aus Poing bei München, die gemeinsam mit der TU Prag den Empfänger entwickelt. (http://www.grintec.com/PARADISE).
Ein GNSS-Empfänger, der auch in Straßenschluchten genaue Positionen liefert und eine Anwendung, die von Laien bedient werden kann: Ist PARADISE erfolgreich, können  tagesaktuelle Leitungsdaten im GIS auch in der Praxis der Normalfall werden.

image035Monika Ranzinger

Grintec Gesellschafterin und Gründerin