Integrated Digital Earth Applications and Science Lab

Foto: IdeasLab

Salzburg positioniert sich als Wissen:Stadt. Geoinformatik hat einen internationalen „Hub” in Salzburg. Es ist nur naheliegend, universitäre Geoinformatik mit einer offenen Schnittstelle zugänglich zu machen, als spannende und bedeutsame Zukunftstechnologie zu kommunizieren, und forschendes Lernen für „alle” zu ermöglichen. Das iDEAS:lab ist ein Open Science Lab für Geoinformatik.

Geoinformatik ist heute zu einer zentralen Disziplin geworden, aus der die Digitalisierung an den Schnittstellen von Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft vorangetrieben wird. Geoinformation verbindet als „räumliche Perspektive” unterschiedliche Disziplinen und fachliche Domänen.

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Im Gegensatz zu dieser inklusiven Sichtweise steht die Beobachtung, dass Geoinformatik heute noch zu sehr eine „geschlossene Gesellschaft” darstellt: auf Konferenzen treffen wir vorrangig gut Bekannte, die Zahl von AbsolventInnen ist begrenzt und der Arbeitsmarkt kann den Bedarf an qualifizierten MitarbeiterInnen und Trägern von Innovationen kaum decken.

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Am Fachbereich Geoinformatik der Universität Salzburg stellen wir uns dieser Problematik durch Einrichtung eines „open lab”, einer Schnittstelle nach außen, mit der wir die Sichtbarkeit der Geoinformatik erhöhen und den Einstieg in diese erleichtern und aktiv fördern.

Vier Labs in Einem: anlässlich des GIS Day 2016 eröffnete Rektor Prof. Heinrich Schmidinger das iDEAS:lab am Techno-Z Salzburg Itzling. Diese Einrichtung erfüllt gleichzeitig mehrere Funktionen und richtet sich an ein Spektrum von vier unterschiedlichen Zielgruppen:

  1. Als ‚research lab‘ steht die technische Infrastruktur für projektorientierte universitäre Lehrveranstaltungen zur Verfügung, ebenso als Experimentierplattform und „Kollaboratorium”. Damit werden die traditionellen Hörsäle ergänzt und Raum für aktives, offenes Lernen geschaffen.
  2. Mit einem „schools lab” richten wir in Form eines permanenten GIS Day ein Angebot an Schulen, mit uns auf geoinformatische Entdeckungsreisen zu gehen, gleichzeitig werden Erfahrungs-Module gemeinsam mit der PLUS School of Education entwickelt und in die Lehrer Aus- und Fortbildung eingebracht. Interesse an MINT-Fächern entsteht aus Neugierde und Erfahrung mit spannenden Technologien.
  3. Ein „open science lab” ist unsere Schnittstelle zur breiteren Öffentlichkeit: die „Lange Nacht der Forschung” ist hier ebenso zu Hause wie Initiativen zu Bürgerbeteiligung und partizipativer Planung, VGI-Ansätze wie die OSM-Arbeitsgruppe und Workshops zu Open (Government) Data. Auch Citizen Science braucht Infrastruktur und Einstiegspunkte.
  4. Die Rolle als „transfer lab” in der Kooperation mit Unternehmenspartnern und Startups bzw Gründungsprojekten definiert den Rahmen für die Aufgaben von Z_GIS als Innovationsträger für neue Technologien, als niedrigschwellige Evaluations-Umgebung und Prototyping-Plattform, und einfach als Anknüpfungspunkt für anwendungsnahe Projekte.

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Das Stichwort eines „open lab” faßt alle diese Rollen zusammen. „Open” bedeutet hier nicht nur offenen Zugang über Universitätsangehörige hinaus, sondern auch offen gegenüber neuen Ideen, Technologien und deren Anwendungen, und den Aspekt eines „enabling space”, in dem neue Ideen und in weiterer Folge Innovationen entstehen werden.

 

 

Josef Strobl
Interfakultärer Fachbereich Geoinformatik – Z_GIS
Universität Salzburg

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